Mit Lean Production zur Wertstrom-optimierten Fabrik

Renate Meier, Paul Altmann und Marc Rohleder – die Lean Manager bei katek. Foto: Dr. Zensen

Der Begriff „Operations Excellence“ ist seit Jahren in der Fachliteratur verankert und hat in den Management-Etagen eine gute Resonanz gefunden. Es entstanden zahlreiche Methoden mit dem Ziel, in Unternehmen eine Philosophie der kontinuierlichen Verbesserung zu etablieren. Einer der bekanntesten ganzheitlichen Ansätze ist das Toyota-Produktionssystem und die darin definierten Methoden.

Gerade in der Elektronikbranche (Electronic Manufacturing Service, EMS) ist die Wettbewerbssituation sehr intensiv. Allein die Fähigkeit zur Herstellung von qualitativ hochwertigen Produkten ist nicht mehr ausreichend. Im heutigen Dienstleistermarkt muss man sich genau auf der Ideallinie bei Produktion und Logistik bewegen, um nachhaltig Erfolg zu haben.

Die zielführende Methode zur „Operations Excellence“ heißt beim EMS „Lean Production“, schlanke Produktion. Das bedeutet im Kern vor allem, Verschwendung, wie Überproduktion, Wartezeiten und hohe Lagerbestände zu vermeiden, natürlich auch umständliche manuelle Operationen und lange Wege.

Damit allerdings ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil entstehen kann, müssen alle angewandten Methoden auf das Unternehmen passgenau zugeschnitten sein. „Wir führen Arbeitsabläufe erst dann als Standard ein, nachdem wir diese im Methodenraum (experimenteller Fertigungsbereich) erfolgreich getestet haben und sich diese in der Praxis positiv bewährt haben“, so sagt Renate Meier Lean Production Manager bei der katek GmbH.

Paul Altmann fügt hinzu, dass alle Abteilungen der Fabrik nun den Lean-Gedanken Zug um Zug adaptieren und die Prozesse zunehmend nahtlos ineinander greifen: „Wir kommen dem Ziel der Wertstrom-optimierten Fabrik deutlich näher“.

Marc Rohleder betont, dass bereits viel erreicht wurde und messbare Ergebnisse vorliegen. „Wir leben schon jetzt in einer umfassenden „Lean Kultur“, die uns den Weg zur „Operations Excellence“ ermöglicht“.

Gerade für Elektronik-Fertiger ist „Lean Production“ eine ganz besondere Herausforderung, da unterschiedlichste Branchen mit einer Vielzahl von Produktvarianten bedient werden. Oftmals werden mehrere Produkte mit deutlich abweichenden Anforderungen auf ein und denselben Fertigungseinrichtungen hergestellt. Dies erfordert eine besonders hohe Flexibilität der Prozesse, der Automatisierungstechnik und vor allem hochqualifizierte Mitarbeiter.

Armin Stangl (Betriebsleitung) fasst zusammen: „Ganz besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die strategische Positionierung des Unternehmens am Markt und damit auf den langfristigen Erfolg. Das erfordert einerseits die Ausrichtung der Abläufe und jedes einzelnen Wertschöpfungsschrittes an die Anforderungen des Kundennutzens. Zum anderen setzen wir dann die Abläufe und Wertschöpfungsschritte auf innovative Art und Weise um, mit dem Ziel, uns klar vom Wettbewerb in positiver Weise abzuheben. Ein Produkt, das konsequent unter den Bedingungen der „Lean Production“ gefertigt wird, ist attraktiver für den Kunden und das wiederum ist der Garant für nachhaltigen Erfolg“.

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